Antifa rockte Dresden!
Thursday, 30. October 2008
Antifa rockte Dresden!Einem Aufruf des antifaschistischen Bündnis „Ladenschluss jetzt“ sind am heutigen Tage zahlreiche Antifas gefolgt. Ab mittag wurde sich auf dem Wiener Platz vor dem Dresdner Hauptbahnhof getroffen, um dann über die Petersburger Straße in die Innenstadt zu demonstrieren. Von Anfang an war die Demo weder zu übersehen, noch zu überhören. Mit der hohen Teilnehmer_innenzahl, von etwa 1.300 Menschen konnten die Erwartungen der Veranstalter übertroffen werden.
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Alles unter Kontrolle?
Friday, 17. October 2008

GRÜNE kritisieren Ankündigung des Videodrohnen-Einsatzes bei Demonstration gegen Naziläden
(Pressemitteilung der Fraktion Bündnis90/Grüne im Sächsischen Landtag, 17.10.2008)


Demonstrationen sind kein Versuchsfeld für Überwachungsspielzeug - Sollen Bürger von der Teilnahme abgeschreckt werden?
Johannes Lichdi, innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, kritisiert die Ankündigung der Polizei, die Videodrohne bei der Demonstration gegen einen Naziladen am Ferdinandplatz einzusetzen (DNN, 14.10.2008):

"Mit der Ankündigung, bei der Demonstration gegen Naziläden Videodrohnen einzusetzen, startet die Polizeiführung einen Feldversuch ihrer teuren Überwachungstechnik."

"Sollen Bürgerinnen und Bürger von der Teilnahme an der Versammlung abgeschreckt werden? Soll bewusst der Eindruck erweckt werden, die Polizei habe alle Teilnehmer im Visier?
"

"Polizeiliche Maßnahmen dürfen sich nur gegen Störer richten. Demnach hat die Polizei die Registrierung von friedlichen Demonstranten zu vermeiden. Mit dem Einsatz der unbemannten Videodrohnen werden aber zwangsläufig Personen gefilmt, von denen keine Gefahren ausgehen.
Darum muss die Videodrohne aus der Einsatzkonzeption gestrichen werden.
"
(Pressemitteilung der Fraktion Bündnis90/Grüne im Sächsischen Landtag, 17.10.2008)

 

Für die Demonstration am Sonnabend, den 18.10.2008 ist der Ermittlungsausschuß (EA) eingerichtet:

 

An den wendet Ihr Euch im Falle einer Festnahme, d.h. ihr wurdet selbst festgenommen oder ihr beobachtet eine Festnahme. Der EA kümmert sich dann um die Vermittlung von AnwältInnen. Meldet Name und Geburtstdatum der festgenommenen Person, damit der EA helfen kann. Wichtig ist auch, dass Ihr noch einmal anruft und Bescheid gebt, wenn alles gut gegangen ist und Ihr wieder auf freiem, Fuß seid.

 

Nummer des Ermittlungsausschuß für den 18. Oktober 2008:

 

0351/ 899 60 456 

 
"Weltoffen, bis es brennt"
Friday, 3. October 2008

Zwei Wochen vor der Demonstration "Den NAZIS DAMPf machen! - Gegen Naziläden und Rassismus!" in Dresden ist ein Artikel über die "Dresdner Zustände" in der Wochenzeitung Jungle World erschienen, der noch einmal die Notwendigkeit unserer Demonstration unterstreicht.

 

Desweiteren haben antirassistische Fans des "SG Dynamo Dresden" einen eigenen Text veröffentlicht, der nochmal auf die spezielle Thematik in der Fussballszene eingeht.

Beide Texte sind im Anhang dokumentiert.

 

Aufkleber Demo 18.10.08

 

Darüber hinaus unterstützen mittlerweile mehrere dutzend antifaschistische Gruppen in Sachsen und darüber hinaus die Demonstration am 18. 10. 2008 in Dresden.

 

Nächste Infoveranstaltungen zur Demo:

Dresden:   16.10. 2008 um 20 Uhr im AZ Conni; Rudolf-Leonhardt Strasse 39

Leipzig:     14.10. 2008 um 19 Uhr in der LiWi; Stockartstr. 11 

Görlitz:      14.10. 2008 um 20 Uhr in der Hospi30

 

Eine Schlafplatzbörse wurde eingerichtet. Wer von außerhalb Schlafplätze benötigt, möchte sich bitte über das Kontaktformular bei uns melden!

 

Kommt alle zur antifaschistischen Demonstration am 18. Oktober 2008 in Dresden!
„Den NAZIS DAMPF machen! – Gegen Naziläden und Rassismus!“

Treffpunkt: 12 Uhr // Wiener Platz (Hauptbahnhof) / Dresden

 

 

Weltoffen, bis es brennt (Jungle World 40/2008)

 

von Michael Bergmann

 

Die Stadtverwaltung gibt sich gelassen. Doch Dresden ist für Migranten und alternative Jugendliche keineswegs ein sicherer Ort, wie einige Vorfälle in jüngster Zeit zeigen. Zudem haben Neonazis in der Stadt einen regionalen Treffpunkt eingerichtet.

 

Es habe sich vieles zum Guten verändert in Dresden, sagte Albain Menkouo der Zeitung Dresdner Neueste Nachrichten im August. Bis vor wenigen Jahren sei der Platz neben ihm, einem Afrodeutschen, in der Straßenbahn immer frei geblieben. Anfangs habe er gedacht, das sei Zufall, aber irgendwann konnte er es nicht mehr als solchen abtun. Inzwischen setzten sich die Menschen aber trotz seiner Hautfarbe neben ihn.

Was andernorts als Selbstverständlichkeit gilt, ist in der sächsischen Landeshauptstadt ein Fortschritt. Die Zeiten, in denen die Neonazis in der »Stadt der Bewegung« (Michael Kühnen) das Straßenbild bestimmten und am 6. April 1991 den Mosambikaner Jorge Gomondai ermordeten, waren schnell vergessen. »In Sachsen haben noch keine Häuser gebrannt, es ist auch noch niemand umgekommen. Und die sächsische Bevölkerung hat sich als völlig immun erwiesen gegenüber rechtsradikalen Versuchungen«, hatte der damalige Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) zur Jahrtausendwende verkündet.

  
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