Linke-Demo gegen „rechte“ Klamotten
Monday, 17. December 2007
Dresdner Morgenpost

DRESDEN – Mitten im Advents-Einkaufsstress zogen Sonnabend 150 Linke an der Wilsdruffer Straße auf. Zum Ärger überforderter Autofahrer und genervter Polizisten forderten sie die Schließung eines Klamottenladens, der als Nazi-Kleidung verschriene Shirts und Jacken verkauft.

Und wahrlich – ein paar finster dreinblickende Rechte postierten sich um das umstrittene Geschäft „Tønsberg“ an der Wilsdruffer Straße. Der Laden gilt der Dresdner Neonaziszene als Ausstatter. Verkauft werden vor allem Klamotten der Königs Wusterhausener Marke „Thor Steinar“. Laut grölend, mit Plakaten und begleitet vom Hupkonzert sich stauender Autos forderten die Linken (unterstützt unter anderem von der Stadtratsfraktion „Die Linke“) die Schließung des Ladens.
Im Anschluss zogen sie in die Neustadt vor das Geschäft „Dr. Ragman“ (Rothenburger Straße), das ebenfalls „Thor Steinar“ verkauft. Ähnliche Demos gegen vermeintliche Nazi-Läden fanden in Freiberg und Leipzig statt.

 

Dresdner Morgenpost, 17.12.2007

 
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