Hausverbot für Thor Steinar
Thursday, 5. June 2008

Wir zitieren im folgenden einen Artikel der am 03. Juni auf Indymedia erschienen ist.

 

Am 3. Juni 2008 haben linke Hochschulgruppen an der Technischen Universität Dresden eine Aktion gegen "Thor Steinar" und den Laden "Tønsberg" durchgeführt. Hunderte Flyer und Plakate wurden auf dem gesamten Campus verteilt, ausgelegt und aufgehängt. Die meistgelesene Studierendenzeitung "CAZ" wird in ihrer aktuellen Ausgabe in Wort und Bild darüber berichten.

 

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Antifa-Hochschulgruppe, DIE LINKE.SDS und die Jusos haben mit einer "Thor-Steinar-muss-leider-draußen-bleiben"-Aktion auf die Ladenschlusskampagne in Dresden aufmerksam gemacht. In den frühen Morgenstunden wurden alle großen Hörsäle und Eingänge zu den Fakultäten der TUD mit Plakaten, Flyern und Aufklebern bestückt. Ab der Pause zur zweiten Stunde wurden die Studierenden beim Besuch ihrer Vorlesung mit großen "Hausverbot für Thor Steinar"-Schildern empfangen. Zu Protesten von "Thor Steinar" Trägern kam es bislang nicht, jedoch konnten Interessierte mit Informationsmaterial versorgt werden. Das Faltblatt der Dresdner Ladenschluss-Kampagne war zu diesem Zweck mit einem aktuellem Beiblatt der Antifaschistischen Hochschulgruppe versehen.

Neues gibt es einiges: So wird der Standort des "Thor Steinar"-Direktverkauf "Tønsberg" in der Dresdner Innenstadt demnächst abgerissen, so dass sich neue Chancen eröffnen, den Laden loszuwerden. Wie die Sächsische Zeitung vom Wochenende zu berichten wusste, schließt auch der "Dr. Ragman" in der Dresdner Neustadt. Allerdings nicht, wie die Sächsiche Zeitung mutmasst, weil Linke dort fälschlicherweise gegen Fred Perry und co. vorgegangen sind, sondern weil der Laden in Verbindung mit der Naziszene steht und trotz der massiven Proteste bis zuletzt "Thor Steinar" verkaufte. "Dr. Ragman" war immer wieder Ziel von Farb- und anderen Attacken gewesen. Auch "Thor Steinar" selbst hat Probleme: Gegen die Marke läuft aktuell eine Anzeige des Staates Norwegen wegen “widerrechtlicher Verwendung staatlicher Hoheitszeichen”.

Nachdem der CAZ-Reporter Fotos für den Bericht der Campus-Zeitung geschossen hat und der Kerncampus abgegrast war, teilte sich die Aktionsgruppe wieder in ihre Bestandteile, um die Aktion in den äußeren Campusgebieten bei den Philosophen und Sozialwissenschaften fortzusetzen oder mit den Jusos beim Frühstücksgrillen weiter Studierende zu informieren.

 
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