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Freitag, 19. September 2008
(Sächsische Zeitung) Gegen den Kleiderladen „Larvik“ auf dem Ferdinandplatz in Dresden formiert sich Widerstand. Das von linken Gruppen getragene Bündnis „Ladenschluss jetzt“ ruft zu einer Demonstration am Sonnabend, dem 18. Oktober, auf. Sie begründet die Aktion damit, dass das Geschäft die bei Rechtsextremen und Neonazis beliebte Kleidermarke „Thor Steinar“ verkaufe. „Läden, die ungestört offen rechte Bekleidungsmarken führen, werden wir in Dresden nicht schweigend hinnehmen“, sagte der Sprecher der Initiative, Andrej Stephan.
Das Geschäft firmierte seit dem Jahr 2006 unter dem Namen „Tonsberg“ auf der Wilsdruffer Straße. Mitte dieses Jahres zog es um und eröffnete nach Angaben des Bündnisses unter einem anderem Namen am Ferdinandplatz. Die Demonstration am 18.Oktober soll um 12 Uhr am Wiener Platz beginnen. Die Initiative wird von den Jugendorganisationen der Grünen, Linken, SPD und des DGB unterstützt. (SZ/ale)
----------------------------------------- Pressemitteilung der Kampagne "Ladenschluss Jetzt!" Dresden, vom 17.09.2008 Antifaschistische Demonstration am 18.Oktober in Dresden geplant.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir bitten Sie um Berücksichtigung folgender Pressemitteilung der Kampagne "Ladenschluss jetzt!":
Die Dresdner Kampagne „Ladenschluss jetzt!“ veranstaltet am 18.Oktober 2008 in Dresden eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto: „Den Nazis Dampf machen! Gegen Naziläden und Rassismus!“.
Anlass für die Demonstration ist der Umzug des Bekleidungsgeschäftes „Tønsberg“ von der Wilsdruffer Strasse auf den Ferdinandplatz, wo das Geschäft unter dem Namen „Larvik“ wiedereröffnet wurde. Dieses bereits seit 2006 existierende Geschäft verkauft ausschließlich das Sortiment der bei Neonazis und rechten Jugendlichen beliebten Marke „Thor Steinar“.
Die Kampagne „Ladenschluss jetzt!“ kritisiert, dass die Marke durch die Verwendung von besonderen Motiven, Schriftzügen und Inhalten dabei klare Anknüpfungspunkte für nordisch-völkische Mythologie, Kolonialismus und NS-Ideologie ermöglicht. Weiterhin richtet sich die Demonstration gegen die sich in den letzten Monaten wiederholenden rassistischen und ausländerfeindlichen Übergriffe in Dresden, wie etwa den organisierten Angriff von ca. 30 Neo-Nazis auf mehrere Dönerläden und türkische Einrichtungen nach dem EM-Halbfinale im Juni oder den Brandanschlag auf einen Blumen- und Gemüsehandel von vietnamesischen BetreiberInnen im August im Dresdner Stadtteil Striesen.
„Diese anhaltende Kontinuität von Rassismus und Ausländerfeindlichkeit sowie Läden, die ungestört offen rechte Bekleidungsmarken führen, werden wir in Dresden nicht schweigend hinnehmen“ sagte Andrej Stephan, Sprecher der Initiative.
Darüber hinaus soll gegen die zunehmende lokale Verankerung der rechten NPD in Sachsen, welche sich bei den vergangenen Kommunalwahlen im flächendeckenden Einzug in die Lokalparlamente zeigte, öffentlich Stellung bezogen werden. Zu der überregional beworbenen Demonstration in Dresden werden mehrere hundert TeilnehmerInnen aus Sachsen und den umliegenden Bundesländern erwartet. Die Kampagne "Ladenschluss jetzt!" ist ein Bündnis aus verschiedenen linken, zivilgesellschaftlichen und antifaschistischen Gruppen und Organisationen aus dem Raum Dresden, die es sich zum Ziel gemacht haben, der neonazistischen Alltagskultur in Dresden zu begegnen.
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